IN LOVE WITH AN OBJECT BY ANJA HEYMANN OPENING 02. OKT 2020

IN LOVE WITH AN OBJECT

OPENING Freitag, 02.10.2020

03.10-13.11.2020

ODP GALERIE

Rolf-Axen-Straße 35, 04299 Leipzig

http://www.odpgalerie.de

The Hair as Needle

In Anja Heymann`s work the needle assumes the role of a single hair. This piece of pointy, thin metal loses its sharpness when it appears in clusters of hundreds, thousands and even hundreds of thousands. Each needle is pushed through its support – a piece of primed linen – in a laborious and often painful process.  Here the needle harnesses its industrial, mass-produced origin. It imitates animal hair, growth, and skin/leather. In doing so, Heymann’s objects resemble pelts. The metal sheen of each pelt betrays its artifice, but it also elevates the object as a trophy and anomality. If we choose to look at these objects as pelts, we imagine the fantastical or extinct animal it came from. Or perhaps we choose to recognize them as symbols of power: precious pieces of animal fur that can be worn like armor.    

It is appropriate to think of Heymann’s pelts as suits of armor since she clads her performers in them. Their protective quality is emphasized by the nudity of her performers who are given specific directions how to interact with any given exhibition space. Heymann’s performers are never confrontational; they acknowledge the presence of gallery and museum visitors, but they do not reach out to them. Instead, they remain bound to the objects they carry on their shoulders. The role of spectator and participant is clear-cut.  We, the viewers, are kept at a distance to remind us that the needle is both a tool and a weapon: an object of desire better admired from afar. 

Another object of desire and material in the work of Anja Heymann is her own hair which the artist has been collecting for the past thirteen years. In some cases, she details the amount of hair used for a work by listing the number of hairbrushes used. Even though there is a direct link between the needle as stand-in for hair and the actual human hair used by Heymann, the latter takes on a different role. It is detached from its original carrier. While the needle evokes an organic material, the hair which is organic and tied to an individual turns into an uncanny object. It implies a human carrier, but the hair suddenly exists in isolation from its carrier. The hair takes on a variety of forms: it is stitched, pressed behind glass, applied on canvas, or embedded in encaustic. These modes of usage amplify Heymann attempts to manipulate our perception of hair. In addition, her approach to hair as a medium speaks to the preservation of discarded hair. No matter if we are confronted with needles, suits of armor or discarded hair: we never quite manage to escape the sensation that we are witnessing something at once tender, fleeting, yet powerful and double-edged.  

Viktor Witkowski / September 2020/ Leipzig

HEIMLEUCHTEN FINNISAGE 25.01.2020 ab 15 UHR Performance HAVE A LOOK VOL.II ab 17 Uhr

HAVE A LOOK VOL.II, Performance, 1 Std, 2019 im RAUM MIT AUSSICHT

Initiiert vom RAUM MIT AUSSICHT und der Staatlichen Kunstsammlung Dresden sowie der Sammlung Hoffmann, Berlin

mit (von l-r) Marten Schech, Levi Wolffe, Alex Lebus, Franziska Müller(SKD-Kuratorin), Bernd Selle und Anja Heymann

Fotokredits: Alex Lebus
Fotokredits: Alex Lebus
HEIMLEUCHTEN, Arrangement am Tresen, 2019 by Anja Heymann (hinten von l-r)Levi Wolffe, Alex Lebus, Marten Schech & Bernd Selle Fotokredits:Alex Lebus
In Kooperation mit der staatlichen Kunstsammlung Dresden, Dank an die Sammlung Hoffmann, Berlin

HAVE A LOOK VOL.II, Performance, 1 Std, 2019 im RAUM MIT AUSSICHT

PREVIOUS OPENING 06.DEZ / 19UHR

Künstler der GALERIE DREI RINGE – OPENING 06. DEZ 2019 /19UHR

Ausstellung 07.12.2019-10.01.2020

MARTIN BÖTTGER SIEGFRIED FÜREDERAIKA FURUKAWAANJA HEYMANNNINA HANNAH KORNATZ– VALENTIN EMIL LUBBERGER- DAVID EAGER MAHER– MARTA POHLMANN-KRYSZKIEWICZ- ANNA SCHIMKATBJÖRN SIEBERT

LANDSCAPE

Wandobjekt 120x40x30 cm, 66.600 silberfarbene Nadeln, Acryl, Leinen, 2019

zu sehen ab 06. DEZ in der Show PREVIOUS in der GALERIE DREI RINGE, Leipzig

GALERIE DREI RINGE
ROLF-AXEN-STRASSE 35
04229 LEIPZIG

HEIMLEUCHTEN OPENING 01.DEZ/ 15 UHR

Eine Kooperation der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit dem neuen Kunstraum „Raum mit Aussicht“ im Rahmen des Outreach-Programmes „180 Ideen für Sachsen“.

OPENING 01.12.2019/ 1.ADVENT/ 15:00 UHR

17 UHR Performance / HAVE A LOOK VOL.2.0 by Anja Heymann

FINISSAGE / 25.01.2019 / 15:00 UHR

WO? Raum mit Aussicht

August-Bebel-Straße 38, 04824 Beucha

Öffnungszeiten: 02.12.-25.01. Dienstag – Samstag, 14 – 19 Uhr oder nach Absprache

Mit Malerei, Objekt, Installation, Performance und Videoarbeiten von

Anja Heymann

Alex Lebus

Marten Schech

Bernd Selle

Levi Wolffe

und

Jimmi Durham

Borjan Sarcevic

Das Wort „Heimleuchten“ erinnert uns an eine flackernde Kerze im Fenster, an eine brennende Laterne, die uns in der Dunkelheit den Weg weist zu einem Ort, an dem wir einkehren können und an dem wir sagen „endlich zuhause“. 

Die ausstellenden Künstler begreifen „Zuhause“ und „Heimat“ nicht als Ort, sondern als Gefühl, das sich überall dort einstellt, wo wir uns sicher fühlen. Sie verbinden „zuhause sein“ mit „man selbst“ sein, den eigenen Ort mit der eigenen Identität.

So sind Marten Schechs Kellerhäuser eine „Heimleuchtung“ im Sinne des Hauses als Schutzort, den der Mensch für sich erdacht und für Generationen konstruiert hat, das „verwurzelt“ an seinem Ort steht und in dem es sicher und warm ist – bis man es ausgräbt und wegträgt…

Anja Heymann beschreibt das „leuchtende Heim“ als hellen, warmen und schönen Ort, den man mit seinen eigenen Spuren versieht, als Hort, an dem sich die Trophäen des Alltags ansammeln. Es ist ein Ort, der Vorfreude auslöst, an dem wir unsere Intimität ungestört ausleben können und frei sind im Sein und Handeln.

Für Levi Wolffe liegt dieser Ort im digitalen Raum. In der digitalen Welt ist er zuhause, denn dort sei man „frei und sicher, dort kann man sein, was und wer man will, es ist ein unendlicher Raum mit unendlichen Möglichkeiten, in dem jeder für sich selbst bestimmt, was passiert. Die einzigen Regeln, die es gibt, setzt man sich selbst“.

Bernd Selle verlagert die Begriffe „Identität“ und „Heimat“ konsequent in den Bereich des Assoziativen und Empfundenen. Seine Bilder zeugen von einem körperbetonten, unmittelbaren Malprozess, der Rhythmen, Harmonien, Mustern und dem Zusammenspiel des Formalen persönliche Bedeutung verleiht. Gleichzeitig wird Farben und Formen ein Eigenleben, eine kreative und spielerische Identität in einem eigenen Bildkosmos zugestanden. Das leuchtende Farbspektrum und die lichte, harmonische Grundstimmung der Gemälde stellen assoziativ den Bezug zum Titel „Heimleuchten‟ her.

Alex Lebus Arbeit „Das Rad“ zu den Zeichen Alpha und Omega, dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, dem Anfang und dem Ende, verweist dagegen auf einen Zwiespalt: Das Leben ist ein Kreislauf und das Heim eine Illusion, denn es ist überall ebenso wie es nirgends ist; verspürt man es in sich selbst, ist es ewig. So wird die Verbindung von Alpha und Omega so lange weitergedruckt, bis die einmal aufgetragene Druckfarbe aufgebraucht ist.

Die Ausstellung wird erweitert um Arbeiten der Künstler Jimmi Durham und Borjan Sarcevic. Sie arbeiten ebenfalls mit den Motiven persönlicher Herkunft und Identität, der Erinnerung und des Zuhauses und stellen das menschliche Sein auf die Probe.

Mit besonderem Dank an die Schenkung Sammlung Hoffmann.

Künstler und Akteure: 

Anja Heymann, http://anjaheymann.de/ 

Alex Lebus, http://www.alexlebus.com/ 

Marten Schech, https://martenschech.tumblr.com/

Bernd Selle, https://www.berndselle-malerei.de/ 

Levi Wolffe, http://www.levi-wolffe.com/, www.facebook.com/skyhightakeover


SELFIE, BERGKIRCHE BEUCHA, 2019